Wirtschaftskommission

Schlagwörter: Besuche - Wirtschaftskommission - Zusammenarbeit

3. Sitzung der Gemischten Kuwaitisch-Deutschen Wirtschaftskommission

Im  Rahmen der dritten Sitzung der Gemischten Wirtschaftskommission Kuwait-Deutschland war Ende November 2012 eine hochrangige Delegation aus Kuwait unter der Leitung von S.E. Abdulaziz M. Al-Khalidi ... Staatssekretär im kuwaitischen Ministerium für Handel & Industrie, zu Gast in Berlin. Neben Vertretern unterschiedlicher kuwaitischer Ministerien und Behörden waren in der 25-köpfigen Delegation auch Repräsentanten der Privatwirtschaft, wie beispielsweise der Generaldirektor der kuwaitischen Industrie- und Handelskammer, Rabah A. Al-Rabah, vertreten.

Am 29. November 2012 gestaltete die DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V. in Kooperation mit der Botschaft des Staates Kuwait verschiedene Programmpunkte für die Gäste aus Kuwait.

Besuch des Wissenschafts- und Technologieparks Berlin-Adlershof

Bei einem Mittagessen mit dem Geschäftsführer der WISTA-Mangement GmbH, Hardy Rudolf Schmitz, hatten die Gäste aus Kuwait die Gelegenheit, sich direkt vor Ort ein Bild über die dynamische Entwicklung und die großen Potentiale des Wissenschafts- und Technologieparks Berlin-Adlershof zu machen und Kooperationsmöglichkeiten zu besprechen. Die Gäste aus Kuwait zeigten sich sehr interessiert an den zahlreichen Möglichkeiten, die Adlershof mit seinen elf außeruniversitären Forschungseinrichtungen, sechs Instituten der Humboldt-Universität und über 900 Firmen in modernen Technologie- und Gründerzentren zu bieten hat – insbesondere was die Förderung von innovativen Firmenneugründungen angeht.

Parlamentarischer Abend „Kuwait“ im Deutschen Bundestag

Höhepunkt des Programms war ein parlamentarischer Abend unter der Schirmherrschaft von Ernst Hinsken MdB, Parlamentarischer Staatssekretär a.D. und Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Technologie, im Tagungsraum des Vorstands der CDU/CSU Bundestagsfraktion im Reichstagsgebäude.

Ernst Hinsken MdB begrüßte die Gäste und berichtete von seinen Erfahrungen in der arabischen Welt. Der Besuch der kuwaitischen Delegation sei ein hervorragendes Beispiel für das große Potential der deutsch-arabischen Zusammenarbeit.

Botschafter Dr. Al-Haroun ging auf die lange Tradition der deutsch-kuwaitischen Beziehungen ein. Man sei nicht nur wirtschaftlich seit Jahrzehnten eng miteinander verbunden (z.B. durch die kuwaitischen Investitionen bei Daimler), sondern auch die politischen Beziehungen seien ausgesprochen gut.

Der deutsche Botschafter in Kuwait, Frank Markus Mann, pflichtete seinem Kollegen bei und ergänzte, dass die vorangegangene Sitzung der Gemischten Wirtschaftskommission gezeigt habe, wie problemlos die wirtschaftliche Zusammenarbeit bereits liefe und wie groß das Potential für den weiteren Ausbau der wirtschaftlichen Beziehungen sei.

Dr. Rudolf Gridl, Leiter des Referats Nordafrika, Naher und Mittlerer Osten im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, fasste zusammen, dass die Gemischte Wirtschaftskommission ein ambitioniertes Programm für die nächsten zwei Jahre ergeben habe und kündigte an, dass Staatsekretärin Anne Ruth Herkes bereits im Januar 2013 nach Kuwait reisen werde, um die Zusammenarbeit fortzuführen.

Schließlich berichtete S.E. Abdulaziz M. Al-Khalidi, Staatssekretär im kuwaitischen Ministerium für Handel & Industrie, von den zahlreichen Investitionsanreizen, die Kuwait zu bieten hat. Mit seiner strategischen geografischen Lage, starker Wirtschaftsleistung, geringen Steuern und Energiekosten sowie konkurrenzfähigen Mieten und hoher Kaufkraft biete Kuwait ein attraktives Geschäftsklima.

Im Mai 2009 wurde ein Entwicklungsplan mit einem Gesamtvolumen von 107 Mrd. US$ für eine Periode von vier Jahren (2010/2011-2013/2014) verabschiedet, der sich auf Großprojekte, Transport & Infrastruktur sowie Stromerzeugung & Meerwasserentsalzung konzentriere. Zusätzlich sollen sieben neue Industriezonen inkl. eines Technologieparks und einer Logistik-Zone geschaffen werden.

Das Hauptziel sei es, den Anteil des Privatsektor am Bruttoinlandsprodukt von 37% auf 44% zu erhöhen, den Anteil nationaler Arbeitskräfte von 15,5% auf 21% und den Anteil von Forschung & Entwicklung von 0,2% auf 1,0% des BIP anzuheben. Man hoffe, mit dem Entwicklungsplan 150 Neugründungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen und 50 BOT-Projekte (Build Operate Transfer) zu ermöglichen sowie ca. 3.000 Ausbildungsplätze zu schaffen.

Hierbei ergeben sich natürlich auch lukrative Investitionsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen. Generell sei Kuwait offen für ausländische Investitionen in beinahe allen Sektoren. Nähere Informationen über Investitionsmöglichkeiten in Kuwait können Sie auf der Webseite des Kuwait Foreign Investment Bureau abrufen.

Text & Bilder: DAFG – Deutsch-Arabische Freundschaftsgesellschaft e.V.