Gesundheitswesen

Schlagwörter: Gesundheit - Zusammenarbeit

Jaber Ahmed Al-Jaber Al-Sabah Hospital (Baukonstruktion)

Kuwait sorgt dafür, allen Bürgern und Ausländern Möglichkeiten der Gesundheitspflege, der Vorbeugung und der medizinischen Behandlung kostenfrei oder gegen geringe Kosten zu bieten.

Der Staat ist auch bestrebt, die Bürger über Gesundheits- und Nahrungsfragen aufzuklären, ihnen eine gesunde Umwelt zu garantieren und der Umweltverschmutzung vorzubeugen.

Um gesundheitliche Dienstleistungen flächendeckend anzubieten, hat Kuwait das System der Gesundheitszonen eingeführt. Jede Zone enthält ein staatliches Krankenhaus, das besondere Fälle empfängt. Die Einweisung dieser Fälle, die besonderer ärztlicher Versorgung bedürfen, erfolgt durch die öffentlichen Zentren der Allgemeinen Medizin, die den Patienten primäre ärztliche Versorgung gewähren, sowie durch die öffentlichen Spezialzentren, die den Zentren der Allgemeinen Medizin landesweit je nach Bevölkerungsdichte angegliedert sind. Außerdem gibt es eine Reihe der Spezialkliniken wie die Psychiatrische Klinik, die Frauenklinik und die Opthalmologische Klinik.

Krankenhäuser, Betten und medizinisches Personal
Staatlich

      (Die Daten entstammen dem Ministry of Health)

Einrichtungen 2008 2009 2010
Krankenhäuser 15 15 15
Gesundheitszentren 80 85 86
Betten 5,614 6,072 6,338
Ärzte 4,995 5,340 5,680
Zahnärzte 961 1,054 1,123
Ambulante 1,950,247 2,117,149 2,294,882

Privat

Einrichtungen 2008 2009 2010
Krankenhäuser 8 9 9
Betten 687 802 808
Ärzte & Zahnärzte
551 662 714
Ambulante 1,390,525 1,617,847 1,750,690

Ölgeselschaften

Einrichtungen 2008 2009 2010
Krankenhäuser 3 3 3
Betten 193 197 209
Ärzte & Zahnärzte
177 184 190
Ambulante 545,664 638,309 581,769

Den Programmen der Mutterschafts- und Kindheitsfürsorge wird große Aufmerksamkeit geschenkt. Dazu gehören Dienstleistungen der ärztlichen Untersuchung vor der Ehe als Schutzmaßnahme gegen Erbkrankheiten, Behandlung der Sterilität und der gynäko]ogischen Krankheiten, regelmäßige Untersuchung während der Schwangerschaft und nach der Entbindung, und vor allem Schwangerschaftsberatung, die die Bedeutung der Muttermilchernährung und den Schutz gegen ansteckende Krankheiten hervorhebt.

Im Bereich der Prophylaxe und des Umweltschutzes fördert der Staat die Programme der Gesundheitserziehung. In Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation WHO bemüht sich der Staat, die Bevölkerung vor den ansteckenden Krankheiten zu schützen und Epidemien zu überwachen. Die Gesundheitsabteilung an Grenzübergängen, am See- und Flughafen ergreift alle erforderlichen Maßnahmen, um alle Einreisenden auf die ansteckenden Krankheiten hin zu untersuchen. Sie sorgt dafür, dass keiner einreist, der an einer ansteckenden Krankheit, vor allem an AIDS, leidet. Alle Gastarbeiter, die mit ihren Familien zum ersten Mal einreisen, werden der Untersuchung unterzogen; Personen über 11 Jahre werden einer Blutuntersuchung unterzogen. Kinder unter 11 Jahren werden mit dem BCE-Stoff geimpft.

Die Bemühungen beschränken sich nicht auf die vorbeugenden Maßnahmen; so werden ständig Maßnahmen ergriffen, um die Umwelt zu schützen. Es wird kontinuierlich geprüft, ob die umweltverschmutzenden Substanzen zu Land und zu Wasser die zulässigen Standardwerte überschritten haben. Außerdem wird dafür gesorgt, das Umweltbewusstsein der Bevölkerung zu vertiefen und die Bürger zur Zusammenarbeit mit den zuständigen Instanzen im Bereich des Umweltschutzes anzutreiben.

Zusammenarbeit mit Deutschland

Das kuwaitische Gesundheitsprogramm will den Standard der Gesundheitsleistungen verbessern, eine Krankenversicherung installieren und Technologien bei der Informationssammlung und Diagnostik besser nutzen.

Dieses Programm bietet zweifelsohne viele Gelegenheiten der Zusammenarbeit mit Deutschland im Gesundheitswesen. Kuwait ist gewillt, die Beziehungen mit Deutschland auf dem Gebiet der Medizin auszubauen und von den deutschen Erfahrungen zu profitieren, um die bestehenden Gesundheitsleistungen in Kuwait zu verbessern. So wurden 2010 beispielsweise rund 500 Kuwaiter für die medizinische Versorgung nach Deutschland geschickt. Die Behandlungskosten allein betrugen mehr als 20 Millionen Euro.

Darüber hinaus war Kuwait einer der ersten arabischen Staaten, der seine Ärzte für die fachliche Ausbildung nach Deutschland entsandte. Es gibt auch zahlreiche deutsche Ärzte und Professoren in Kuwait, die ihre Kenntnisse mit den kuwaitischen Kollegen teilen.