Geographie

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Kuwait liegt am nordwestlichen Ende des Arabischen Golfes zwischen dem 28. und 30. Breitengrad und dem 46. und 48. Längengrad. Im Norden und Westen teilt es eine 240 Kilometer lange Grenze mit der Republik Irak. Im Süden und Südwesten grenzt es an das Königreich Saudi-Arabien (gemeinsame Grenze: 290 Kilometer). Die Küstenlinie am Arabischen Golf misst 290 Kilometer.

Die Geographie Kuwaits besteht aus flachen Sandebenen und verstreuten spärlichen Hügeln; doch die markanteste typographische Erscheinung bildet das im Nordwesten des Landes liegende Wadi al-Batin, dessen Mitte die kuwaitisch-irakische Grenze zieht.

Klima

Kuwait hat typisches Wüstenklima, heiß und trocken mit wenig Regen (meist regnet es nur in Februar und März). In den Monaten Juni bis September klettern die Temperaturen bis auf 50° C und es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit (bis zu 90%). In der Zeit von September bis November ist das Klima gemäßigt.

Flora

Kuwaits Pflanzenwelt zeugt von dem einzigartigen Naturerbe des Landes. Die Pflanzen vermögen es durch Anpassung, unter schwierigen Bedingungen und extremen Temperaturen in verschiedenen Ökosystemen zu überleben. Bedauerlicherweise leiden die Pflanzen in der jüngeren Vergangenheit unter einer Überweidung und den Folgen der Treibstoffgewinnung.

Fauna

Kuwait bietet zahlreichen Arten von Insekten, Tieren und Vögeln eine Heimat. Zu den schönsten Insektenarten gehören die Schmetterlinge, die am besten im Frühling zu beobachten sind.

Naturschutzgebiete

Kuwait hat vier allgemeine Naturschutzgebiete, daneben gibt es sechs weitere geschützte Gebiete, in denen ökologische Forschung betrieben wird sowie zehn weitere Gebiete, die auf der Schutzliste des Ständigen Ausschusses für Biodiversität verzeichnet sind. Jedes dieser Gebiete wurde unter besonderen Schutz gestellt, um den Pflanzen- und Tierreichtum an Land wie im Meer zu bewahren.

Der Sabah Al-Ahmad-Nationalpark gilt als das berühmteste Naturschutzgebiet in Kuwait. Dieser Nationalpark liegt im Nordosten Kuwaits entlang der Al-Subbiyah-Straße auf einer Fläche von 320 Quadratkilometern und ist von einem 110 Kilometer langen Zaun eingegrenzt.

Dieses Gebiet ist gekennzeichnet durch seinen wellenförmigen Wechsel von Hügeln und Senken sowie durch einen 16 Kilometer langen Strand. Die Ziele des Nationalparks bestehen darin, Tiere vor dem Aussterben zu retten, die Natur Kuwaits zu schützen und Jugendliche zu ehrenamtlichen Engagement zu ermutigen.

In dem Gebiet steht ein sehr alter Baum, der etwa 70 Jahre alte Al-Talha-Baum. Verschiedene Vogelarten suchen hier besonders im Frühling und im Herbst Zuflucht, unter anderem die Felsentaube.

Weiterhin gibt es zahlreiche seltene Sträucher, perennierende Bäume und Pflanzen sowie Klein- und Nagetiere.

Falknerei

Die Falknerei, ein wesentlicher Aspekt des Lebens in der Wüste in früheren Zeiten, entstand aus der Notwendigkeit, die magere Kost aus Datteln, Milch und Brot zu ergänzen. Heute hat sich die Falknerei zu einem bei Reichen wie Armen beliebten Sport entwickelt. Der Würgfalke (auch Sakerfalke genannt) und der Wanderfalke sind die in Kuwait am meisten vorkommenden Falkenarten. Wild lebende Falken werden während ihrer Wanderschaft im Herbst eingefangen und für die Jagdsaison trainiert, die im November beginnt.

Inseln

Vor der Küste Kuwaits liegen neun Inseln: Failaka, Bubiyan, Miskan, Warba, Auhah, Umm Al-Maradim, Umm Al-Naml, Kubbar und Garub.

Bubiyan, die mit einer Fläche von 863 Quadratkilometern größte Insel des Landes, ist mit dem Festland durch eine Betonbrücke verbunden. Warba, am äußersten Ende des Golfs gelegen, verfügt über eine Fläche von 37 Quadratkilometern. Auf der in der Bucht von Kuwait gelegenen Insel Umm Al-Naml wurden wertvolle islamische Altertümer gefunden. Kubbar and Qaruh, die im Süden der kuwaitischen Küstenlinie liegen, waren in der Vergangenheit eine beliebter Ruheplatz für große Seevögelschwärme. Miskan und Auhha liegen nördlich, bzw. südlich der Insel Failaka.

Die 20 Kilometer nordwestlich von Kuwait Stadt gelegene Insel Failaka gehört zu den schönsten und bekanntesten Inseln Kuwaits. Auf ihr verbindet sich die alte, bis in die Steinzeit zurück reichende Geschichte der Region mit der modernen Geschichte Kuwaits, da sich Mitglieder des Utub-Stammes nach ihrer langen Reise auf dieser Insel niederließen, bevor sie das kuwaitische Festland gegen Ende des 17. Jahrhunderts besiedelten.

Die Wüste

Es gibt einen Grund, warum so viele Menschen dem romantischen Charme der Wüste verfallen: Für alle geduldigen Beobachter ist die Wüste keinesfalls eine sandige und öde Ebene, sondern sie zeigt sich ihnen als Heimat zahlreicher Vogelarten, Insekten und Pflanzen sowie einiger Säugetiere. In den frühen Wintermonaten ist die Wüste überraschend farbig, Blumenfelder strecken sich aus so weit das Auge reicht. Sogar entlang der Hauptverkehrsstraßen stoßen helle, bunte Farben in die Augen des Betrachters.